Wieso gibt es in diesem Winter so viele Infekte?

Wieso gibt es in diesem Winter so viele Infekte?

Nach 3 Jahren Pandemie sind in diesem Winter so viele Menschen krank wie noch nie. Nicht nur Corona, sondern auch die Grippe, das RS Virus, Magen Darm Erkrankungen und vor allem Atemwegserkrankungen wüten scheinbar wie verrückt. Doch woran liegt es, dass diese Erreger in diesem Winter so stark sind? Liegt es überhaupt an den Erregern? Oder haben die vielen Krankheiten ganz andere Ursachen?
 
Aus Sicht der Naturheilkunde wird die Schwere einer Erkrankung nicht von der Art des Erregers bestimmt, sondern von der Leistung des Immunsystems. Unser Immunsystem hat die Aufgabe, uns vor Erregern zu beschützen und sie zu bekämpfen. Auch Menschen, die scheinbar nie krank werden, werden von Krankheitserregern „erwischt“. Der Unterschied ist jedoch, dass ihr Immunsystem so stark ist, dass die Erreger bekämpft werden, ohne dass starke Krankheitssymptome auftreten. Das Immunsystem dieser Menschen schafft es also, mit den Erregern fertig zu werden, bevor sie sich zu stark vermehren und Schaden anrichten können.  
 
Viren und Bakterien verändern sich permanent, sie mutieren. Damit unser Immunsystem adäquat auf diese Veränderungen reagieren kann, muss es lernen. Das tut es am besten, wenn es regelmäßig mit den sich verändernden Krankheitserregern in Kontakt kommt. Genau das ist unser Problem in diesem Winter. Durch viel Abstand, das permanente Tragen einer Maske und den wiederkehrenden Lockdown der letzten Jahre hatte unser Immunsystem zu wenig Kontakt mit den sich verändernden Krankheitserregern. Auch die häufige Nutzung von Desinfektionsmitteln verhindert den für unser Immunsystem wichtigen Kontakt mit unterschiedlichen Erregerarten. Es ist also geschwächt und muss erst wieder neu lernen. 
 
Am besten unterstützen wir unser Immunsystem in diesem Prozess, indem wir ihm Ruhe und Vitamine gönnen und so wenig wie möglich in einen Krankheitsverlauf eingreifen. In den meisten Fällen ist unser Körper durchaus in der Lage, mit Erkältungskrankheiten auf seine Weise umzugehen. Was wir dabei vor allem brauchen ist Geduld und Vertrauen.